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Willkommen in unserem Refluxzentrum

Erkrankungen der Speiseröhre - moderne Diagnostik und operative Therapie in unserem Refluxzentrum

Die Speiseröhre (Ösophagus) transportiert Nahrung und Flüssigkeit zwischen dem Mund und Magen  in den Verdauungstrakt. Erkrankungen der Speiseröhre können sich unter anderem durch Sodbrennen, saures Aufstoßen, Schluckbeschwerden, Regurgitation oder Schmerzen hinter dem Brustbein bemerkbar machen.

Die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Speiseröhre und des Mageneingangs ist seit vielen Jahren ein besonderer Schwerpunkt unseres Refluxzentrums. Dabei führen wir jährlich etwa 180–200 Antireflux- und Achalasieoperationen durch.

Ein wesentlicher Bestandteil unseres Behandlungskonzeptes ist die umfassende Funktionsdiagnostik. Die hierfür notwendigen Untersuchungen werden vollständig durch unser spezialisiertes Team im Rahmen des Refluxzentrums durchgeführt. Dazu gehören insbesondere die hochauflösende Ösophagusmanometrie (HR-Manometrie) und die 24-Stunden-pH-Impedanzmessung. Zusammen mit der endoskopischen und bildgebenden Diagnostik ermöglichen diese Untersuchungen eine genaue Beurteilung der Funktion der Speiseröhre und des Mageneingangs und bilden die Grundlage für eine individuell abgestimmte Therapie.

Unsere Schwerpunkte sind:

  • Sodbrennen und gastroösophageale Refluxkrankheit
  • Zwerchfellbruch (Hiatushernie)
  • Achalasie

 

Sodbrennen, Refluxkrankheit und Zwerchfellbruch

Bei der gastroösophagealen Refluxkrankheit gelangt Mageninhalt wiederholt zurück in die Speiseröhre. Dies kann zu Sodbrennen, saurem Aufstoßen, Regurgitation oder weiteren Beschwerden führen.
Häufig besteht gleichzeitig ein Zwerchfellbruch (Hiatushernie). Dabei kann sich der Mageneingang durch die natürliche Öffnung des Zwerchfells in Richtung Brustraum verlagern. Dadurch können die natürlichen Verschlussmechanismen am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen beeinträchtigt werden.

Wann ist eine Operation sinnvoll?
Ob eine operative Behandlung infrage kommt, wird individuell anhand der Beschwerden, der anatomischen Situation und der Ergebnisse der Funktionsdiagnostik entschieden.
Eine Operation kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn trotz einer geeigneten medikamentösen Therapie weiterhin relevante Beschwerden bestehen, eine größere Hiatushernie vorliegt oder eine dauerhafte operative Lösung gewünscht bzw. medizinisch angezeigt ist.

Fundoplikatio und Hiatoplastik

Bei der minimalinvasiven Fundoplikatio wird der obere Teil des Magens um den unteren Abschnitt der Speiseröhre gelegt und dort fixiert. Auf diese Weise wird die Barriere zwischen Magen und Speiseröhre verstärkt und der Rückfluss von Mageninhalt reduziert.
Besteht gleichzeitig eine Hiatushernie, wird der verlagerte Magenteil zunächst wieder in den Bauchraum zurückverlagert. Anschließend wird die Zwerchfellöffnung durch eine Hiatoplastik rekonstruiert und stabilisiert.
Die Eingriffe erfolgen in der Regel minimalinvasiv oder roboterassistiert. Ziel ist es, die natürlichen anatomischen Verhältnisse wiederherzustellen, den Reflux zu reduzieren und gleichzeitig eine möglichst ungehinderte Passage von Nahrung und Flüssigkeit zu erhalten.

RefluxStop™ Device

Für ausgewählte Patienten steht mit dem RefluxStop™ Device von Implantica ein weiteres modernes Verfahren zur operativen Behandlung der Refluxkrankheit zur Verfügung. Im Rahmen des Eingriffs wird zunächst die Anatomie am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen rekonstruiert. Eine bestehende Hiatushernie wird durch eine Hiatoplastik versorgt. Anschließend wird das RefluxStop™ Device im Bereich des Mageneingangs positioniert. Das System unterstützt die Wiederherstellung der natürlichen anatomischen Verhältnisse und soll dadurch den Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre reduzieren.

Ein wesentlicher Unterschied zur Fundoplikatio besteht darin, dass beim RefluxStop-Verfahren keine Magenmanschette um die Speiseröhre gelegt wird. Die Auswahl zwischen den verschiedenen Operationsverfahren erfolgt individuell und basiert auf den Beschwerden, den anatomischen Befunden sowie den Ergebnissen der Funktionsdiagnostik.

Achalasie

Die Achalasie ist eine seltene Funktionsstörung der Speiseröhre. Dabei öffnet sich der untere Speiseröhrenschließmuskel beim Schlucken nicht ausreichend. Gleichzeitig ist die normale Transportbewegung der Speiseröhre gestört.
Betroffene leiden häufig unter:

  • Schluckbeschwerden
  • Regurgitation von Nahrung oder Flüssigkeit
  • Druck oder Schmerzen hinter dem Brustbein
  • Völlegefühl
  • gegebenenfalls Gewichtsverlust

Im weiteren Verlauf kann sich die Speiseröhre zunehmend erweitern und ihre Transportfunktion beeinträchtigt werden.

Präzise Diagnostik

Die wichtigste Untersuchung zur Diagnosesicherung ist die hochauflösende Ösophagusmanometrie (HR-Manometrie). Sie ermöglicht eine genaue Beurteilung der Beweglichkeit der Speiseröhre und der Funktion des unteren Speiseröhrenschließmuskels. Je nach Beschwerdebild können ergänzend eine Gastroskopie, eine Röntgenuntersuchung der Speiseröhre sowie eine 24-Stunden-pH-Impedanzmessung durchgeführt werden. Da die komplette Funktionsdiagnostik in unserem Refluxzentrum durch unser eigenes spezialisiertes Team erfolgt, können die Untersuchungsergebnisse direkt in die individuelle Therapieplanung einbezogen werden.

Operative Therapie

Wenn eine operative Behandlung erforderlich ist, stellt die laparoskopische (oder roboterassistierte) Heller-Myotomie ein etabliertes Verfahren dar. Dabei wird die Muskulatur des unteren Speiseröhrenschließmuskels über mehrere Zentimeter längs durchtrennt, während die Schleimhaut sorgfältig geschont wird. Dadurch kann sich der Mageneingang beim Schlucken wieder ausreichend öffnen und Nahrung leichter in den Magen übertreten. Die Operation erfolgt minimalinvasiv. Eine intraoperative Endoskopie kann dabei zur Kontrolle der Durchgängigkeit und zum Ausschluss einer Verletzung der Schleimhaut eingesetzt werden. Um einem möglichen vermehrten Reflux nach der Myotomie entgegenzuwirken, kann der Eingriff bei geeigneten Patienten mit einer partiellen Fundoplikatio kombiniert werden.

Unser Behandlungskonzept

Von der präzisen Funktionsdiagnostik über die individuelle Therapieplanung bis zur modernen minimalinvasiven Operation und Nachsorge erhalten unsere Patientinnen und Patienten die Behandlung aus einer Hand. Mit etwa 180–200 Antireflux- und Achalasie - Operationen pro Jahr verfügt unser Team über eine umfangreiche Erfahrung in der chirurgischen Behandlung von Erkrankungen der Speiseröhre und des Mageneingangs. Unser Ziel ist eine individuell abgestimmte Behandlung, die Beschwerden reduziert, die Funktion der Speiseröhre berücksichtigt und die Lebensqualität nachhaltig verbessert. 


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