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Willkommen in der Sektion Unfallchirurgie

Symbolbild Unfallchirurgie

Die Sektion Unfallchirurgie wird geleitet von Dr. med. Andreas Gruner. Die zeitnahe Beseitigung Ihrer Beschwerden und die Therapie Ihrer Verletzung bilden die Grundlage für eine zügige Wiedereingliederung in Ihr privates und berufliches Umfeld. Damit wir Ihre Mobilität schnellstmöglich wiederherstellen können, steht ein motiviertes Team aus Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten und vielen anderen Mitarbeitern für Sie bereit. Die enge kollegiale und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Fachabteilungen des Hauses, niedergelassenen Fachärzten und überregionalen Kliniken schafft optimale Voraussetzungen für modernste diagnostische und therapeutische Verfahren und Rehabilitationen. Sollte eine Operation nötig sein, wird gemeinsam mit dem Patienten nach entsprechenden Untersuchungen ein Verfahren ausgewählt, das sich gemäß der neuesten wissenschaftlichen Forschung bewährt hat. Die vorgeschlagenen Therapieformen berücksichtigen individuell die beruflichen und alltäglichen Bedürfnisse jedes Patienten. Als eines der wenigen Häuser der Region sind wir zur Knorpelzelltransplantation zugelassen. 

Zur Behandlung von Notfällen erreichen Sie unsere Notaufnahme rund um die Uhr unter 0531.699-1778.

Unser Leistungsspektrum im Einzelnen:

  • Konservative und operative Behandlung von Verletzungen und degenerativen Veränderungen des gesamten muskuloskelettalen Systems
  • Wiederherstellung bei Brüchen der Gliedmaßen mit modernsten Operationsverfahren / Implantaten
  • Therapie von Sehnen-, Band- und Muskelverletzungen
  • Behandlung von unfallbedingten Verletzungen der Wirbelsäule und osteoporosebedingten Wirbelkörperfrakturen (gemeinsam mit der Sektion Wirbelsäulenorthopädie)
  • Sportverletzungen (gemeinsam mit der Sektion Sportmedizin)
  • Arthroskopische Operationen aller großen und kleinen Gelenke inkl. Kreuzbandersatzplastiken, Rotatorenmanschetten-Rekonstruktionen, Knorpeltherapieverfahren inkl. Knorpelanzüchtung und Knorpeltransplantationen
  • Alterstraumatologie inkl. Endoprothetik nach hüftnahen Knochenbrüchen
  • Spezielle Behandlungsverfahren bei Knochenschwund (Osteoporose) 
  • Von der gesetzlichen Unfallversicherung zugelassen zur Behandlung von Schul-, Arbeits- und Wegeunfällen (ambulantes und stationäres D-Arzt-Verfahren)

Brüche von Schulter / Arm / Ellenbogen / Hand

Die Versorgung von Brüchen im Bereich des Schultergürtels, des Oberarms und Ellenbogens wie auch des Unterarms und der Hand beinhaltet sowohl konservative wie operative Therapieansätze. Diese sind abhängig vom verletzten Knochen, der Bruchform, dem Alter des Patienten sowie der Möglichkeit seiner aktiven Beteiligung am Heilungsprozess. So können z. B. nicht verschobene Brüche des Schlüsselbeines bei Patienten mit guter und aktiver Mitarbeit konservativ behandelt werden. Gleiches gilt für Schlüsselbeinbrüche im Kindesalter. Dem gegenüber werden Brüche in diesem Bereich mit starker Abweichung der Bruchstücke voneinander altersabhängig z. B. durch Platten und Schrauben fixiert.
In die genannten Körperregionen kommen, sofern eine Operationsentscheidung getroffen wird, unterschiedliche, z.T. an die jeweilige Knochenregion vorab angepasste Platten und Schrauben mit modernsten Verankerungsprinzipien zur Anwendung. Zur Diagnosesicherung kommen alle bildgebenden Verfahren (konventionelles Röntgen, Magnetresonanztomographie, Kernspintomographie) mit im Notfall 24-stündiger Verfügbarkeit zur Anwendung. Die individuelle Therapieentscheidung wird jeweils mit dem Patienten nach entsprechender Beratung und Erläuterung der Verletzung getroffen.
Anzustreben ist in jedem Fall eine zeitnahe Mobilisationsfähigkeit und aktives Training der verletzten Extremität bzw. des verletzten Gelenkes.

Distale Radiusfraktur

Hervorzuheben ist bei der Versorgung von Brüchen im Bereich des Armes die distale Radiusfraktur. Hier handelt es sich um einen Bruch der sog. Speiche, die handgelenksnah auftreten. Mit einem Anteil von ca. 25 % stellen diese den häufigsten Bruch bei Erwachsenen dar. Sie treten vor allem im höheren Lebensalter (bei Frauen häufiger als bei Männern) im Rahmen von Bagatellstürzen wie auch im jüngeren Lebensalter bei Rasanztraumen auf.
Unterschieden werden einfache Brüche der gelenknahen Speiche von Bruchformen, bei denen die Gelenkfläche beteiligt ist. Zusätzlich wird die Richtung, in die das gelenknahe Bruchfragment verschoben ist, beurteilt. Hiernach richtet sich die Versorgungsoption unter Hinzuziehung der diagnosetypischen Begleitverletzungen. Zur Versorgung stehen sowohl konservative als auch operative Therapieverfahren zur Verfügung.
Die konservative Therapie ist gekennzeichnet durch eine entsprechende Ruhigstellung im Stützverband (Gips oder Softcast) für 4 – 5 Wochen. Röntgenkontrollen sollten im Intervall durchgeführt werden.
Das operative Verfahren kommt bei komplizierten und instabilen Brüchen sowie bei Gelenkbeteiligung zur Anwendung. Standardmäßig werden hier winkelstabile Plattensysteme verwendet, die bei einem hohen Maß an Stabilität die Wiederherstellung der Gelenkfläche und damit eine gute Funktion sicherstellen sollen.
Die Weiterbehandlung richtet sich jeweils individuell nach der Verfahrenswahl und der Knochenqualität.

Brüche von Hüfte / Oberschenkel

Bei Brüchen des hüftnahen Oberschenkelbereiches (sog. Schenkelhalsbrüche bzw. pertrochantäre Oberschenkelbrüche) kommen unterschiedliche Versorgungsoptionen zur Anwendung. In sehr seltenen Fällen können Schenkelhalsbrüche konservativ, das heißt ohne Operation zur Ausheilung kommen. Im Regelfall wird diese Art von Brüchen in Abhängigkeit vom Alter und dem Aktivitätsgrad des Patienten, insbesondere jedoch durch die Bruchform bestimmt entweder durch eine sog. Osteosynthese, das heißt ein Verschrauben des Bruches stabilisiert oder aber die Beweglichkeit durch den Einbau einer Endoprothese wieder hergestellt. Zur Anwendung in diesem Bereich kommen alle gängigen Implantate von Schrauben, über dynamische Hüftschraubensysteme bis zu Marknägeln mit Hüftkomponenten. Im Bereich der Hüftendoprothetik stehen sämtliche Prothesensysteme z. B. in zementierter und zementfreier Version mit unterschiedlichsten Gleitpaarungsoptionen zur Verfügung.

Brüche im Bereich des Kniegelenks und des Unterschenkels

Knochenbrüche im Bereich des Kniegelenkes sind häufig mit zusätzlichen Bandverletzungen (Außenbänder/Kreuzbänder) sowie Meniskusverletzungen vergesellschaftet. Hier erfordert die Verletzung eine sorgfältige Diagnostik und Operationsplanung vonseiten der Implantatwahl, des Operationszeitpunktes wie auch der Versorgung von Begleitverletzungen. Zur Verfügung stehen moderne Platten- und Schraubensysteme, die häufig in sogenannter winkelstabiler Technik für ein hohes Maß an Stabilität sorgen. Knochendefekte können mittels Knochenersatzstoffen sowie Knochensubstanz aus der hauseigenen zertifizierten Knochenbank versorgt werden. Bei begleitenden Knorpelschäden der beteiligten Gelenkflächen stehen ebenso alle gängigen Rekonstruktionsmöglichkeiten, z.B. Picking, AMIC (Autologe Matrixinduzierte Chondrogenese) und ACT (Autologe Chondrozyten-Transplantation) zur Verfügung.
Bei Brüchen im Bereich des Unterschenkels kommen sowohl Implantate aus dem Bereich der Marknägel wie auch von Plattensystemen zur Anwendung.
Das primäre Ziel ist hier wie bei jeder Gelenkverletzung die Wiederherstellung der Gelenkflächen und des Bewegungsumfanges mit adäquater Stabilität des Gelenkes und zügiger Mobilisationsfähigkeit.

Letztes Aktualisierungsdatum: 4.5.2017


Unser Flyer für Sie zum Download:

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