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Magen

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Magenbeschwerden sind meist völlig unspezifisch. Sie reichen von einfachem Unwohlsein bis hin zu starken Schmerzen - manchmal kann ein zeitlicher Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme festgestellt werden oder es gibt Hinweise hinsichtlich der Lebensmittel, die Beschwerden auslösen. Unser Behandlungsangebot bei Magenerkrankungen umfasst:

Magenspiegelung - Gastroskopie

Mit Hilfe der Magenspiegelung, die fachmedizinisch als Ösophago-Gastro-Duodenoskopie bezeichnet wird, werden mittels eines Endoskops die Speiseröhre, der Magen und der Zwölffingerdarm von innen untersucht.  Eine Magenspiegelung erfolgt insbesondere zur Abklärung von Beschwerden im oberen Verdauungstrakt, z.B. bei Verdacht auf Magenschleimhautentzündung (Gastritits), Entzündungen (Ösophagitis) oder Krampfadern der Speiseröhre (Ösophagusvarizen), Schluckstörungen (Dysphagie), Sodbrennen oder Geschwüren und Tumoren im Verdauungstrakt.

Das verwendete Endoskop ist ein biegsamer Schlauch, der zudem mit Videoaufzeichnung und Fotodokumentation ausgestattet ist, so dass eine exakte Befundinterpretation möglich ist. Durch einen weiteren Arbeitskanal können Gewebeproben entnommen werden, so dass in der gleichen Sitzung Behandlungsmaßnahmen durchgeführt werden können. Dazu zählen insbesondere die Entfernung oberflächlich gelegener gut- und bösartiger Polypen sowie die Stillung von Blutungen durch Einsetzen von kleinen Metallclips, Gummibändern oder Unterspritzung mit blutstillenden Medikamenten.

Die Aussicht, einen Schlauch schlucken zu müssen, erscheint für einige Patienten als unangenehm. Wir verwenden in unserer Klinik etwa 9 mm dünne Endoskope der neuesten Generation und geben unseren Patienten eine sogenannte "Schlafspritze", bei der der Patient selbständig weiteratmet. Alternativ kann auch eine örtliche Betäubung durch ein Rachenspray gewählt werden. Insgesamt dauert die Magenspiegelung meist nicht länger als 10 min und gilt als sehr schonendes Verfahren mit exakter Befundlieferung.

Ultraschall - Sonographie

Der Ultraschall des Abdomens  – Abdomensonographie -  gehört mittlerweile zu den Standarduntersuchungen für die Abklärung von Beschwerden im Bereich des Bauchraumes und die Lokalisations- und Ausbreitungsdiagnostik von Tumoren. Sie hat sich für diese Diagnostik als Suchverfahren etabliert (Screeningmethode). Ultraschall bietet die Möglichkeit, schmerzlos und ohne Strahlenbelastung innere Organe zu untersuchen. Außerdem können mit diesem Verfahren schmerzlose Blutflussmessungen durchgeführt werden (Duplexsonographie). Mit Hilfe spezieller, dünnkalibriger Punktionsnadeln werden sonografisch unterstützte Punktionen zur Diagnostik durchgeführt (Feinnadelpunktion). Verfahren der interventionellen Sonographie (Sonographie mit gezieltem Einsatz)wie Drainageeinlagen bei infizierten Zysten oder Abszessen im Bauchraum gehören ebenso zum Repertoire unserer Medizinischen Klinik.

Endoskopische Ultraschalluntersuchung (EUS) - Endosonographie

Die Endoskopische Ultraschalluntersuchung (EUS, auch Endosonographie genannt) kombiniert die Möglichkeiten der Endoskopie (Spiegelung) mit einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie). Mit dieser Methode lassen sich die Organe, die von außen nicht gut zugänglich sind, besonders gut untersuchen. Darüberhinaus lässt sich nicht nur die Oberfläche, sondern auch die gesamte Wand des oberen Verdauungstraktes begutachten. Hierzu verwendet man ein spezielles Endoskop mit einem Ultraschallkopf an der Spitze. Bei der Untersuchung können mit Hilfe einer Punktionsnadel Gewebeproben entnommen werden. In speziellen Situationen lassen sich Flüssigkeitsansammlungen im Bauch auch durch Drainagen in den Magen oder Darm ableiten.

Letztes Aktualisierungsdatum: 4.5.2017


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