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Herz und Kreislauf

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In unserer Klinik behandeln wir Patienten mit Erkrankungen oder Beschwerden des Herz-Kreislaufsystems und bieten Ihnen ein umfassendes diagnostisches und therapeutisches Leistungsspektrum.  

Blutdruckeinstellungen

Mit einer Langzeitmessung des arteriellen Blutdrucks wird nicht-invasiv über einen Zeitraum von 24 h der Blutdruck regelmäßig gemessen und so ein Blutdruck-Tagesprofil erstellt. Die Auswertung zeigt, ob bei Auffälligkeiten eine medikamentöse Behandlung oder andere Therapien notwendig sind. 

Bei dauerhaft erhöhten Blutdruckwerten von über 140/90 mmHg (arterielle Hypertonie) sind abhängig von der Ursache weitere diagnostische Untersuchungen zur Abschätzung von evtl. bereits eingetretenen Folgeschäden einzuleiten. In über 90 % aller Fälle ist Bluthochdruck überwiegend erblich bedingt oder wird durch Lebensgewohnheiten wie Rauchen, erhöhten Alkohol-, Kaffee- und Salzkonsum oder Übergewicht und Stress begünstigt, in 5-10 % als Folgeerscheinung einer Nierenerkrankung, verengten Nierenarterie (Nierenarterienstenose), oder hormonellen Störung, z.B. einer Überfunktion der Schilddrüsen oder Nebenschilddrüsen. 

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Abklärung einer Herzschwäche

Der Ultraschall des Herzens, die sogenannte Echokardiographie, ist ein schonendes Untersuchungsverfahren zur Darstellung des Herzens und der herznahen Gefäße in Echtzeit. Mit Hilfe der Echokardiographie können wichtige diagnostische Informationen über

  • die anatomische Struktur des Herzens (z.B. Herzhöhle, Beschaffenheit und Wanddicke der Herzwände)
  • die Funktionstüchtigkeit der Herzklappen, z.B. Undichtigkeiten (Insuffizienzen) oder Einengungen (Stenosen)
  • die Pumpleistung des Herzens
  • den Blutfluss (Veränderung der Richtung oder Geschwindigkeit)

gewonnen werden.

Ein Ultraschall des Herzens kann auf zwei verschiedene Wege durchgeführt werden:

Vom Brustkorb aus (Transthorakale Echokardiographie - TTE)
Bei dieser schmerzlosen Methode, die meist in Linksseitenlage des Patienten erfolgt, wird der Schallkopf von außen auf den Brustkorb gelegt und in verschiedenen Winkeln am Herzen gedreht.

Von der Speiseröhre aus (Transösophageale Echokardiographie - TEE)
Bestimmte Bereiche des Herzens können über eine Ultraschallsonde, die über die Speiseröhre (Ösophagus) eingeführt wird, genauer betrachtet werden. Blutgerinnsel, Veränderungen der Herzklappen (z.B. durch Entzündungen - Endokarditis) und krankhafte Veränderungen der Hauptschlagader können meist nur durch diese Methode erkannt werden, da die Speiseröhre hinter dem Herzen verläuft und der Abstand zu den Herzstrukturen so viel geringer ist. Auch wird die Bildqualität nicht durch Rippen oder Lungengewebe beeinträchtigt.
Durch die Gabe von gut verträglichem und nebenwirkungsarmem Kontrastmittel in die Vene können Defekte der Herzscheidewand erkannt werden, durch die Gerinnsel übertreten und einen Schlaganfall verursachen können.
Die Transösophageale Echokardiographie, auch Schluckecho genannt, wird bei uns mit modernsten Sonden durchgeführt, die weich und biegsam sind. Um einen Würgereiz zu vermeiden, wird der Rachen örtlich betäubt, zusätzlich kann Ihnen ein Beruhigungsmittel verabreicht werden.

Veränderungen in der Beschaffenheit von Gefäßen und Gefäßwänden sowie in der Blutfließgeschwindigkeit werden mit Hilfe der Doppler- und Duplexsonographie diagnostiziert, um rechtzeitig Verschlüsse oder Kalkablagerungen (Stenosen) z.B. an der Halsschlagader zu erkennen, die zu Schlaganfall oder Herzinfarkt führen können.

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Belastungs- und Langzeit-EKG

Zur kardiologischen Basisdiagnostik führen wir neben dem Ruhe-EKG auch Langzeit- und Belastungs-EKG zur Erkennung kardialer Erkrankungen und Herzrhythmusstörungen durch.

Das Belastungs-EKG mittels Fahrradergometrie bei gleichzeitiger Blutdruckkontrolle setzen wir ein, um Verengungen der Herzkranzgefäße festzustellen. Diese können Durchblutungsstörungen und als Folge einen Herzinfarkt verursachen. Auch belastungsabhängige Herzrhythmusstörungen können dadurch aufgezeigt werden. 

Zur Abklärung von Schwindelanfällen, Herzstolpern oder plötzlichen Ohnmachtsanfällen (Synkopen),  führen wir Langzeit-EKG über 24 h durch. Ursächlich hierfür können ebenfalls Herzrhythmusstörungen sein, die durch ein Ruhe- oder Belastungs-EKG nicht ausreichend dokumentierbar sind. Auch episodisch vorkommende Rhythmusstörungen durch einen zurückliegenden Herzinfarkt oder sporadisch auftretendes Vorhofflimmern können durch ein Langzeit-EKG aufgedeckt werden.

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Vorhofflimmern

Vorhofflimmern gehört zu den häufigsten Rhythmusstörungen des Herzens und bedingt ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall. Beim Vorhofflimmern handelt es sich um eine unkontrollierte Erregungsbildung in den Herzvorhöfen. Die regelmäßigen Impulse aus dem Sinusknoten, unserem "eigenen" Schrittmacher im Herzen sind gestört, und es kommt es zu einer völlig unregelmäßigen Überleitung der Impulse auf die Herzkammern. Durch das Herzrasen (Tachykardie) steigt die Herzfrequenz oft in einen Bereich, in dem die Pumpleistung beeinträchtigt wird - das Herz wird langfristig überlastet. Beim Vorhofflimmern besteht weiterhin die Gefahr, dass in den Vorhöfen Blutgerinnsel entstehen, die mit dem Blutstrom zum Gehirn gelangen und dort einen Schlaganfall verursachen können.

Bei einem anfallsweise auftretenden Vorhofflimmern können häufig Medikamente, die den normalen Sinusrhythmus wiederherstellen, helfen sogenannte Antiarrhythmica.

Führt dies nicht zu dem gewünschten Behandlungserfolg, können die Herzmuskelzellen bei uns mittels elektrischer Kardioversion, d.h. durch Abgabe eines Stromstoßes, wieder synchronisiert werden. Hierbei werden alle Muskelzellen des Vorhofs für eine kurze Zeit gleichzeitig stark übererregt, so dass der Sinusknoten danach wieder seine Funktion aufnehmen und für einen regelmäßigen Rhythmus sorgen kann.

Besteht das Vorhofflimmern allerdings schon länger als 48 Stunden, müssen zuvor durch einen Ultraschall des Herzens, der über die Speiseröhre durchgeführt wird (Transösophageale Echokardiographie) evtl. bestehende Blutgerinnsel ausgeschlossen werden. Die Kardioversion kann dann schon bei dem sich bereits in Narkose oder Sedierung befindlichen Patienten durchgeführt werden.

Letztes Aktualisierungsdatum: 4.5.2017


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