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PBM - Patient Blood Management

Patient Blood Management ist ein internationales, von der WHO empfohlenes Maßnahmenpaket für Alternativen zur Bluttransfusion insbesondere vor geplanten Operationen. Das HEH hat seit 2015 Erfahrungen damit und wurde für das Erreichte 2017 als einziges Krankenhaus in Niedersachsen mit dem „PBM-Zertifikat Silber“ sowie 2018 als eines von drei Krankenhäusern deutschlandweit mit dem „German PBM-Implementation Award “ausgezeichnet.

Warum PBM?

Bei richtiger Indikation werden durch eine Fremdbluttransfusion tagtäglich weltweit Tausende von kritisch blutenden Patienten richtig behandelt.
Eine zu großzügige Gabe von Blutkonserven hingegen ist mit einer erhöhten Sterblichkeit, höheren Raten zusätzlicher Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Nierenversagen) und einem erhöhten Risiko an Infektionen (z.B. Wundinfektionen, Lungenentzündung, Sepsis) verbunden. Außerdem beeinflusst die Gabe von Blutkonserven das körpereigene Abwehrsystem langfristig und könnte bei Darmkrebspatienten mit einem erhöhten Risiko für ein Wiederauftreten des Krebs verbunden sein.

Vor dem Hintergrund dieser Risiken bei der Gabe von Blutkonserven sowie einer zunehmenden Verknappung angesichts des u.a. auch demografisch bedingten Rückgangs an Blut-Spenden ist ein grundlegender Wandel im Umgang mit dieser Ressource nötig.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert dazu seit 2011 die Einführung von Alternativen zur Bluttransfusion, z. B. ein adäquates Patient Blood Management.

Wie funktioniert PBM?

Patient Blood Management ist ein medizinisches Konzept zur Steigerung der Patientensicherheit durch Stärkung der körpereigenen Blutreserven. Die Anwendung des Konzepts im Krankenhausalltag beruht im Wesentlichen auf drei Maßnahmenbündeln, den drei tragenden Säulen des Patient Blood Managements.

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