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Anlage dauerhafter Zugänge - Portanlage

Symbolbild Portanlage

Bei manchen Erkrankungen müssen über einen längeren Zeitraum Medikamente intravenös verabreicht werden. Um die Venen zu schonen, bietet sich die Anlage dauerhafter Zugänge, sogenannter Ports, an. Etwa 120.000 Portsysteme werden jedes Jahr in Deutschland implantiert, um bei dauerhafter intravenöser Therapie nicht ständig neue Einstiche in den Venen durchführen zu müssen. So ist es beispielsweise im Rahmen einer Chemotherapie häufig notwendig, über einen längeren Zeitraum in regelmäßigen Abständen zellhemmende Mittel (Zytostatika) über die Vene zu verabreichen. Die wiederholten Einstiche in die Armvenen belasten den Patienten dabei zusätzlich und die stark wirksamen Zytostatika können die Venen schädigen. Durch die Anlage eines Portsystems wird ein dauerhafter und bequemer Zugang in das Gefäßsystem möglich.

Ein Port besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen, der Portkammer, einem kleinen Gehäuse und dem Portschlauch. Die Portkammer wird mit einer speziellen Portnadel angestochen. Die gewünschte Infusionslösung läuft über den Portschlauch in die zentrale Vene zum Herzen und wird im gesamten Körper verteilt. Der etwa halbstündige Eingriff zur Implantation erfolgt in der Regel ambulant mit einer örtlichen Betäubung. Ausgehend vom Schlüsselbein wird ein Katheter über eine Vene in Richtung Herz vorgeschoben. Um die Katheterspitze richtig zu platzieren, geschieht dies unter Röntgendurchleuchtung. Für die nun folgende eigentliche Portanlage wird meist in der Schlüsselbeingegend oder im Brustbereich im Unterhautfettgewebe ein Hohlraum für den Port geschaffen, in dem die Portkammer platziert wird. Die Kammer wird nun mit dem Katheter aus der Vene verbunden.

Wenn keine größeren Begleiterkrankungen vorliegen, kann die Portimplantation auch ambulant in örtlicher Betäubung in unserem Ambulanten Operationszentrum, kurz AOZ, durchgeführt werden.

Letztes Aktualisierungsdatum: 29.5.2017


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