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Aneurysmen (Erweiterungen) der Schlagadern

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Ein Aneurysma ist eine krankhafte Erweiterung einer Schlagader (Arterie), die in allen Körperregionen auftreten kann, am häufigsten aber die Bauchaorta (Bauchschlagader) unterhalb des Abganges der Nierenarterien betrifft. Eine weitere Lokalisation, die regelmäßig in unser Behandlungsspektrum fällt, ist die Erweiterung der Kniekehlenschlagader (Poplitealarterienaneurysma). Aneurysmen verursachen meist keine Beschwerden und werden oft als Zufallsbefund diagnostiziert. Als Hauptursache  der Entstehung eines Aneurysmas ist eine Schwächung der Gefäßwand durch Arterienverkalkung. Diese kann durch Rauchen, erhöhten Blutdruck, eine Blutzuckerkrankheit sowie erhöhte Blutfettwerte hervorgerufen werden. Neben der erblichen Veranlagung gilt ein erhöhtes Lebensalter als Hauptrisikofaktor für ein Bauchaortenaneurysma. Zudem sind Männer prozentual häufiger betroffen als Frauen.

Die Hauptgefahr eines Aneurysmas besteht darin, dass es plötzlich platzt (Ruptur) und der Patient dadurch innerlich verblutet. Ein weiteres Risiko birgt die Bildung von Blutgerinnseln in den Aussackungen des Aneurysmas, die zu akuten Gefäßverschlüssen führen können. In unserer Abteilung bieten wir sämtliche offenen und endovaskulären Verfahren zur Behandlung von Aneurysmen an. Der Einsatz einer Gefäßprothese aus Kunststoff zur Überbrückung des Aneurysmas minimiert die genannten Risiken signifikant. Entweder wird die Gefäßprothese mittels eines von der Leiste aus eingeführten Katheters in der Bauchschlagader oder Kniekehlenschlagader an der zu überbrückenden Stelle platziert (kathetergestützte Stentimplantation), oder sie wird in einer offenen Operation am gewünschten Ort eingesetzt (offene Operation bei Aussackungen der Bauchschlagader oder Kniekehlenschlagader). 

Letztes Aktualisierungsdatum: 27.5.2017


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