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Schilddrüsenchirurgie

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Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ, das wie ein Schild unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre liegt. Ihre Aufgabe ist es, aus Jod und anderen Bausteinen bestimmte Hormone herzustellen. Bei nahrungsbedingtem Jodmangel vergrößert sich die Schilddrüse krankhaft, um auch noch geringste Mengen Jod aufzunehmen. Es entsteht eine Struma (Schilddrüsenvergrößerung).
Etwa 20 bis 30% der Bevölkerung in Deutschland, d.h. ca. 20 Millionen Einwohner, haben eine Schilddrüsenvergrößerung. 70% der Patienten mit einer Struma haben keine Störung der Schilddrüsenfunktion, bei etwa 15% der Patienten tritt eine Überfunktion auf.

Abhängig von Ihrem individuellen Befund und Ihren Beschwerden kann eine Schilddrüsenoperation nötig sein. Unsere erfahrenen Spezialisten nutzen für die komplizierten Eingriffe nach Möglichkeit minimal-invasive Operationstechniken. Diese sogenannten Schlüssellochoperationen sind für unsere Patienten weniger belastend und mit geringeren Schmerzen verbunden.

Unser Behandlungsspektrum:

Schilddrüsenknoten

Bei gutartigen Knoten der Schilddrüse sprechen Mediziner auch von einer benignen Knotenstruma. Diese verläuft meist ohne Beschwerden, kann aber ein Engegefühl am Hals oder gar Atembeschwerden hervorrufen. Ihr Arzt wird aufgrund Ihrer Beschwerden bereits eine umfassende Diagnostik eingeleitet haben. Wenn der daraus resultierende Befund eine Operation nahelegt, werden wir Sie nach Möglichkeit minimal-invaisv operieren.

Schilddrüsentumore

Bei Tumoren der Schilddrüse ist eine Operation unumgänglich. Ziel des chirurgischen Eingriffs ist, das Tumorgewebe sowie die von Tumorzellen befallenen Lymphknoten vollständig zu entfernen und damit die Krankheit zu heilen. Zudem dient die Operation dazu, insbesondere bei differenzierten Karzinomen, das komplette Schilddrüsengewebe zu entfernen, um die im Anschluss an den Eingriff erfolgende Radiojodtherapie zu erleichtern.
Der Umfang der Operation richtet sich nach der Art des Tumors und dem Stadium der Krebserkrankung. Je nach dem individuellen Krankheitsbild reicht diese von der Entfernung der befallene Schilddrüsenlappen  bis zur gesamten Schilddrüse (Thyreoidektomie).

Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus)

Erkrankungen der Nebenschilddrüsen sind die dritthäufigsten Drüsenerkrankungen. Die Diagnose erfolgt meist durch Routineblutuntersuchungen, ohne dass ausgeprägte Beschwerden vorliegen. Viele Patienten klagen über unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Interesselosigkeit und nicht selten werden Patienten aufgrund zufällig entdeckter erhöhter Serumkalziumwerte zur weiteren endokrinologischen Diagnostik überwiesen. Die vermehrte Produktion und Ausschüttung von Parathormon führt durch seine Wirkung an Knochen und den Nieren zum Anstieg des Kalziumspiegels im Blut (Hyperkalzämie), was die Funktion vieler Organe beeinträchtigt und zu depressiver Stimmung und Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens führen kann. Bei dauerhafter Hyperkalzämie drohen Folgeschäden an den Organen.

Die Operation mit Entfernung der krankhaft veränderten Nebenschilddrüse(n) stellt die einzige therapeutische Option dar und wird in unserem Schilddrüsenzentrum durch erfahrene Chirurgen durchgeführt. Die meisten Menschen haben vier Nebenschilddrüsen, die seitlich oder hinter der Schilddrüse liegen. Bei etwa 3-5% der Menschen liegen mehr als 4 Nebenschilddrüsen vor. Es können aber auch Lagevarianten auftreten, in denen eine der Schwierigkeiten der Operation liegt.

Seit einigen Jahren wird in unserer Chirurgischen Klinik die Entfernung von Nebenschilddrüsen vorgenommen. Die vergrößerte Nebenschilddrüse wird dabei über einen Schnitt von einigen cm Länge entfernt. Voraussetzung für die Durchführung der Operation über einen solchen Zugang ist die genaue Kenntnis über die Lage der vergrößerten Drüsen und die Möglichkeit, den Operationserfolg intraoperativ mittels eines Parathormonschnelltests zu überprüfen.
Die Operation gilt als äußerst sicher. Verletzungen des Stimmbandnerven werden bei weniger als 1% der Fälle beobachtet; die Häufigkeit von Nebenschilddrüsenunterfunktionen nach Operation wird selten (2-4%) beobachtet.

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Letztes Aktualisierungsdatum: 4.5.2017


Unser Flyer für Sie zum Download:

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