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Das HEH feiert Richtfest 01.11.2021

Das HEH feiert Richtfest

Modernste Ausstattung, kurze Wege und eine effiziente medizinische Versorgungsstruktur – mit ihrem Neu- und Erweiterungsbau schafft die Stiftung Herzogin Elisabeth Hospital die Basis für einen zukunftssicheren Gesundheitsstandort in Melverode, für Braunschweig und die Region. Der Grundstein dafür wurde im Juli 2020 mit den beginnenden Baumaßnahmen gelegt. Am Montag, dem 1. November, konnte das HEH jetzt Richtfest feiern.

Eine Klinik der kurzen Wege

Auf dem Klinikgelände in der Leipziger Straße entsteht derzeit auf rund 4.500 m² ein Neu- und Erweiterungsbau, der größere Räumlichkeiten für die Physiotherapie im Untergeschoss, die Notaufnahme im Erdgeschoss, die Orthopädische Klinik und das Interdisziplinäre Schmerzzentrum in der 1. Etage sowie für die Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA) in der 2. Etage bereit hält. Architektonisch schließt sich das neue Gebäude als zusätzlicher Flügel an die Rückseite des HEH an. Eine verbesserte Wegeführung und neue Verbindungsgänge schaffen zukünftig eine Klinik der kurzen Wege und vernetzten Strukturen – für das Personal wie für die Patienten. So ermöglicht der Neu- und Erweiterungsbau beispielsweise eine direkte Anbindung des Zentral-OPs an das sich im Ärztehaus befindliche und 2012 eröffnete Ambulante OP-Zentrum. Zudem sorgt der unmittelbare Zugang zwischen den verschiedenen Funktionsbereichen und dem Bettenhaus zu einer verbesserten Wegeleitführung und erleichtert Patienten beispielsweise den Zugang zur Notaufnahme.

Entscheidende Etappe abgeschlossen

Das Land Niedersachsen finanziert das Projekt mit 16 Millionen Euro. Im Dezember 2019 erhielt das HEH den ersten Bescheid über einen Teilbetrag der Fördersumme, welcher im Sommer 2020 für die vorbereitenden Baumaßnahmen abgerufen wurde. Im Januar dieses Jahres wurde das Fundament für die Standortvergrößerung gesetzt. Seither hat der Neu- und Erweiterungsbau Stein für Stein Gestalt angenommen und präsentierte seinen 16.500 m³ umbauten Raum zum Richtfest. 

Rund 100 Mitarbeitende, Planer, Architekten und Handwerker sowie geladenen Gäste aus Politik und Wirtschaft waren der Einladung der Stiftung Herzogin Elisabeth Hospital gefolgt. Nachdem der feierliche Richtspruch vom Dach des Neu- und Erweiterungsbaus gesprochen und die Richtkrone gehisst wurde, folgte das Grußwort der Stadt Braunschweig von Bürgermeisterin Anke Kaphammel in Vertretung für Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. Für die Stiftung Herzogin Elisabeth Hospital als Bauherrin begrüßte Stiftungsratsvorsitzender Heinz-Joachim Westphal die Gäste. Weitere Grußworte wurden von der Geschäftsführenden Vorständin Monika Skiba sowie vom Ärztlichen Direktor Prof. Dr. med. Karl-Dieter Heller gesprochen.

Bürgermeisterin Anke Kaphammel wies in ihrem Grußwort auf den Stellenwert des HEH hin, den es in der Krankenhausversorgung in der Stadt Braunschweig einnimmt, und zeigte sich erfreut, dass das Land Niedersachsen den Neu- und Erweiterungsbau mit 16 Millionen fördert. „Damit hat das Land in beeindruckender Klarheit unterstrichen, dass die Krankenhausversorgung von entscheidender Bedeutung für jede Stadt ist.“ Das HEH sehe Anke Kaphammel als „einer der Garanten für das hohe Niveau in der Braunschweiger Krankenhausversorgung. Nach dem Abschluss der Arbeiten wird das HEH sein überregionales Renommee weiter ausbauen können. Es wird Braunschweigs Ruf als medizinisches Kompetenzzentrum festigen und als zurzeit schon eines der modernsten Krankenhäuser in der Region einen weiteren Quantensprung in der medizinischen Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger vollziehen.“

„Baumaßnahmen – seien sie größerer oder kleinerer Natur – begleiten uns seit 1909. Sie sind immer ein Ausdruck von Veränderungen, Anpassungen und im Gesundheitswesen unabdingbar. Wir werden nie aufhören, uns immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen“, betonte Stiftungsratsvorsitzender Heinz-Joachim Westphal und lobte in seiner Rede die konstruktive Zusammenarbeit all jener Menschen „die für das HEH arbeiten, sich einbringen, kritisch stets auf Augenhöhe diskutieren und immer mit dem Blick, was gut für das HEH ist. Ohne dieses gemeinschaftliche Denken und Handeln, wären wir heute nicht hier.“

Auch der Ärztliche Direktor des HEH, Prof. Dr. Karl-Dieter Heller, unterstrich in seiner Rede „ein Krankenhaus, was nicht umbaut, ist krank“ und nannte die wesentlichen Ziele, die das HEH mit dem Neu- und Erweiterungsbau verfolgt. So sei ein Ziel, die Attraktivität der Arbeitsplätze für Ärzte und Pflegekräfte sowie die Qualität der Versorgung zu verbessern und dankte den Mitarbeitenden, die „nahezu aufopferungsvoll Lärm und mangelndes Licht ertragen“ sowie allen Patienten „denen Qualität auch im Moment mehr bedeutet als Ambiente“, das unter den laufenden Baumaßnahmen leidet. 

Die Geschäftsführende Vorständin Monika Skiba beschrieb in ihrem Grußwort den Weg vom ersten Förderantrag im November 2015 bis zum jetzigen Richtfest und zeigte sich erstaunt über die Größenordnung, die ein solches Bauvorhaben mit sich bringen kann. „Die Vision der Weiterentwicklung mündete in europaweiten Auswahlverfahren, die uns zeigten, was alles möglich wäre. Es ist schön zu sehen, wie Firmen und deren Mitarbeitenden aus Hamburg, Braunschweig und Wien zueinander finden, um konstruktiv an unserem Bauprojekt zu arbeiten.“ Abschließend dankte Monika Skiba Architekten, Planern und Gewerken, die seit über einem Jahr am Neu- und Erweiterungsbau des HEH arbeiten und „entstandene Bauverzögerungen durch Fachkompetenz und strukturierte Abläufe wieder aufgeholt haben.“

Bauschritte in Zahlen

Für den Beginn der Baumaßnahmen mussten 4.650 Kubikmeter Schutt und Erde bewegt werden, um die Baugrube auszuheben. Rund 310 Tonnen Betonstahl im Rahmen der Rohbauarbeiten sowie circa 2.900 Kubikmeter Ortbeton für die großflächigen Betonierarbeiten wurden verarbeitet. Insgesamt beläuft sich der umbaute Raum, also das Volumen des Neu- und Erweiterungsbaus, auf 16.500 Kubikmeter. Nach der Fertigstellung des Klinikrohbaus geht es nun mit dem Innenausbau weiter. Für diesen werden etwa 3.000 Quadratmeter Trockenbauwände errichtet und 1.800 Quadratmeter abgehängte Decken eingesetzt. Darüber hinaus werden unter anderem 122 Fensterelemente sowie circa 320 Quadratmeter Aluminium-Pfosten-Riegel-Fassade montiert. Um diese Arbeiten verrichten zu können und der Fassade mit circa 100.000 Steinen Verblendmauerwerk ein ansprechendes Aussehen zu verleihen, sind 3.000 Quadratmeter Gerüstfläche im Einsatz. Im Folgenden werden 900 Meter Heizungsleitung verlegt und 125 Innentüren eingebaut. Darüber hinaus werden sich 55.600 Meter Elektrokabel und 80.780 Meter IT-Netzwerkkabel über den Neu- und Erweiterungsbaus erstrecken. Dies entspricht in etwa der Strecke von Braunschweig nach Goslar bzw. von Braunschweig über die A39 und A7 nach Hannover.


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