Warum ist schnelles Kühlen bei Prellungen so wichtig?
Egal ob beim Sportunfall oder bei einem Sturz - schnelles Handeln ist gefragt, wenn man sich Prellungen, Stauchungen oder Zerrungen zugezogen hat.Es gilt: Pause, Eis, Kompression und Hochlagerung.Bei diesen Verletzungen löst die im Zusammenhang damit meist auftretende Schwellung Schmerzen aus. Somit gilt es, diese zu verhindern. Eine Pause ist sinnvoll, um das Fortschreiten der Schmerzen und der Schwellung zu verhindern oder zu verlangsamen.Eis und somit Kühlung führt ebenfalls zur Abschwellung und wirkt schmerzlindernd. Eis darf aber nie direkt auf die Haut gelegt werden. Wickeln Sie es in ein Handtuch. Ebenfalls abschwellend wirken ein Kompressionsverband und Hochlagerung.Liegt nur eine Prellung oder Zerrung vor, so bedarf es oft keiner weiteren Therapie. Dennoch sollten Sie nach solchen Unfällen immer sofort den Arzt aufsuchen, um eine genaue Diagnose stellen zu lassen. Im Falle eines Knochenbruchs oder einer Verrenkung muss eventuell zügig operiert werden.
Dienstag, 04.04.2006
Rheuma: Früh mit Therapie beginnen
Durch zeitige Behandlung können Folgeschäden vermieden werden - Frauen häufiger betroffen als Männer.
Morgens schmerzen die Finger- und Handgelenke, sie fühlen sich steif an, werden erst nach und nach wieder etwas beweglicher: Rheuma trifft nicht nur alte Menschen. Die Erkrankung kann bereits - wenn auch seltener - bei Kleinkindern auftreten. Leichte Beschwerden in den Gelenken und Muskeln kennt jeder. Meist kann man sie durch Schonung und Wärme, bei Entzündungen durch Kälte, lindern. Rheuma aber ist etwas anderes. Es ist chronisch und begleitet die Patienten meist ein Leben lang. Die Patienten fühlen sich allgemein krank und leistungseingeschränkt. Ursachen sind nicht vollständig geklärt.
Unter dem Begriff Rheuma wird eine Vielzahl entzündlicher Erkrankungen zusammengefasst. Die häufigste unter ihnen ist die rheumatoide Arthritis (RA). Die Entzündungen betreffen überwiegend die Gelenke, können aber auch innere Organe, die Augen und die Haut in Mitleidenschaft ziehen. Diese Form von Rheuma kann in jedem Lebensalter, ja sogar bereits im Kleinkindalter auftreten. Am häufigsten beginnt die Erkrankung jedoch zwischen dem 35. und dem 45. Lebensjahr oder aber noch später ab dem 60. Lebensjahr. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Ursachen von Rheuma sind noch nicht vollständig geklärt. Es liegen aber Hinweise dafür vor, dass diese Erkrankung vererbt wird. Ursächlich ist, dass der Körper Antikörper gegen eigene, gesunde Zellen bildet. Hierdurch entstehen insbesondere in den Gelenken Entzündungen der Gelenkschleimhaut. Die Gelenke schwellen an. Bei länger bestehender Entzündung wird der Gelenkknorpel beschädigt. In Folge kommt es zum Gelenkverschleiß und zur Gelenkverformung.
Typisch für Rheuma sind zu Beginn der Erkrankung nächtliche und morgendliche Schmerzen in den Finger- und Handgelenken, meist auf beiden Seiten. Zudem fühlen sich die Gelenke am Morgen steif an. Das kann über 15 Minuten dauern. Im Zuge der Krankheit werden immer mehr Gelenke geschädigt, sie schwellen an und verformen sich.
In seltenen Fällen können auch Organe durch das Rheuma beeinträchtigt werden, wie zum Beispiel Augen, Speichel- und Tränendrüsen, Haut, Herz, Lunge. In die Diagnose wird die gesamte, häufig sehr individuelle Krankengeschichte einbezogen, Röntgenaufnahmen von Händen und Füßen und Laborwerte können Aufschluss über Art und Stadium der rheumatischen Erkrankung geben.
Medikamente können die Entzündungen hemmen. Um Folgeschäden zu verhindern beziehungsweise hinauszuzögern, ist der frühzeitige Beginn einer angemessenen Therapie entscheidend. Daher sollten Sie bei typischen Symptomen einen Arzt aufsuchen. Fachärzte für innere Medizin oder Fachärzte für Orthopädie mit der Zusatzbezeichnung Rheumatologie sind auf die Erkrankungen spezialisiert.
Die meisten Rheuma-Erkrankungen sind noch nicht heilbar, die Symptome lassen sich aber behandeln, der Verlauf der Krankheit kann gebremst werden. Die Patienten bekommen in der Regel entzündungshemmende Medikamente. Ergänzend helfen eine physikalische Therapie zur Schmerzlinderung und Krankengymnastik zum Erhalt der Gelenkfunktion, Muskelkraft und Beweglichkeit. In der Ergotherapie lernen die Patienten, wie sie ihre Gelenke belasten dürfen, wie sie sie auch entlasten können.
In Frühstadien können Operationen, meist in Form der Gelenkspiegelung, oder das Einspritzen von Medikamenten sinnvoll sein. In fortgeschrittenen Stadien sind oft größere Operationen bis hin zum Einsatz künstlicher Gelenke sinnvoll.
Mittwoch, 22.03.2006