Blinddarmentzündung oder Appendizitis

Die Blinddarmentzündung ist die häufigste Erkrankung des Bauchraumes in westlichen Ländern. Tatsächlich entzündet sich nicht der Blinddarm, sondern der Wurmfortsatz am Blinddarm. Eine Ursache für diese Entzündung lässt sich häufig nicht feststellen. Hauptbeschwerden sind Schmerzen im rechten Unterbauch, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl.

Bei Verdacht auf Blinddarmentzündung kommt als führende Untersuchungsmethode die körperliche Untersuchung des erfahrenen Arztes oder Chirurgen zum Tragen. Flankierend werden Blut- und Urinuntersuchungen sowie eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes durchgeführt. In seltenen Fällen wird auch eine Computertomographie veranlasst.

Besteht der dringende Verdacht auf eine Blinddarmentzündung muss im Rahmen einer Operation der Blinddarm freigelegt werden und der entzündete Wurmfortsatz entfernt werden.  Hierfür war lange Zeit ein Bauchschnitt im rechten Unterbauch erforderlich.In unserer Klinik wird die Operation in der Regel mit einer Bauchspiegelung über eine kleine Kamera in der Nabelregion begonnen (Laparoskopie), so lässt sich der gesamte Bauchraum inspizieren und in den meisten Fällen auch ein entzündeter Wurmfortsatz am Blinddarm sicher freipräparieren, abtrennen und bergen. Durch diese minimalinvasive Operationstechnik besteht ein erhöhter Patientenkomfort. Es bestehen deutlich weniger Schmerzen nach der Operation, außerdem verkürzt sich der stationäre Aufenthalt.
 
In unserer Klinik werden zwischen 120 und 160 Blinddarmoperationen jährlich durchgeführt. Seit Einführung der minimalinvasiven Operationstechniken konnte der durchschnittliche stationäre Aufenthalt sowie die Komplikationsrate drastisch reduziert werden.

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Aktualisiert: 25.05.2013