Ratgeber Gesundheit

Professor Heller veröffenlicht regelmäßig in der Braunschweiger Zeitung Wissenswertes im Ratgeber Gesundheit.


Wie setzt man Hüftprothesen möglichst schonend ein?
Im Zusammenhang mit dem Einbau eines künstlichen Hüftgelenkes wird derzeit häufig von einem minimal invasiven Zugang geredet. Hierunter wird jedoch nicht die Größe des Hautschnittes, sondern der Umgang mit den Muskeln verstanden, die das Hüftgelenk umgeben. Wesentlich im Zusammenhang mit der modernen Endoprothetik ist der Erhalt der Muskulatur. Der Hautschnitt sollte so gelegt werden, dass das künstliche Gelenk ohne Ablösung oder Durchtrennung der Muskeln eingebaut werden kann.
Erlauben die Art des Verschleißes und der umgebende Weichteilmantel ein minimal invasives Vorgehen, so ist der Verlauf nach der Operation in vielen Fällen günstiger. Der Patient hat unmittelbar nach der Operation geringere Schmerzen und ist in Folge der mangelnden Ablösung der Muskulatur mobiler.
Auch bei den herkömmlichen Zugängen zum Hüftgelenk wird die Muskulatur nicht zerschnitten, sondern im Faserverlauf abgelöst und gegen Ende der Operation wieder vernäht. Nach wenigen Wochen sind diese Unterschiede nicht mehr feststellbar.

Mittwoch, 29.11.2006


Was tun, wenn die verschriebene Krankengymnastik nicht reicht?
Für zahlreiche Erkrankungen des Bewegungsapparates ist Krankengymnastik eine sinnvolle und adäquate Therapie. Leider ist in vielen Fällen die Möglichkeit der Verschreibung begrenzt und somit das Behandlungsziel nur schwer zu erreichen. In solchen Fällen ist Eigeninitiative gefordert.
Bei vielen Erkrankungen des Bewegungsapparates kann der Patient selbst aktiv werden. Nach Anleitung des Krankengymnasten können insbesondere Übungen zum Dehnen oder Kräftigen diverser Muskelgruppen auch in Eigentherapie durchgeführt werden. Einerseits zwischen den eigentlichen Behandlungen oder auch als kontinuierliche Fortsetzung derselben.
Bestimmte Erkrankungen der Wirbelsäule oder der Gelenke erfordern insbesondere bei zunehmendem Alter eine fortwährende Therapie. Somit gilt auch hier: "Wer rastet der rostet".
Physiotherapeuten haben eigens hierfür Programme vorbereitet. Wesentlich ist jedoch eine regelmäßige Betreuung und Kontrolle durch Fachleute.

Donnerstag, 16.11.2006

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Können hohe Absätze meinen Füßen schaden?
Der gesunde Fuß besteht aus einem Längs- und einem Quergewölbe. Die Hauptbelastung liegt auf der Ferse sowie dem Grundgelenk der ersten und fünften Zehe. Werden oft spitz zulaufende Schuhe mit hohen und teilweise sehr schmalen Absätzen getragen, so mag das optisch ansprechend sein, für den Fuß ist diese Situation schlecht.
Die Ferse wird entlastet; der Vorfuß massiv überlastet. Es kommt zu einem Einsinken des Fußquergewölbes mit Überlastung der mittleren Mittelfußknochen und der begleitenden Nerven. Dies wir oft als Brennen empfunden. Das Einsinken des Quergewölbes führt zum Spreizfuß und zur Verlagerung der Großzehe nach Außen. Der so entstehende Ballen
reibt am Schuhwerk, schmerzt und kann sich entzünden.
Das dauerhafte Tragen hoher Absätze führt ebenfalls häufig zur Verkürzung der Achillessehne, barfußgehen ist dann erschwert. Maßvoller Einsatz hoher Absätze ist vertretbar, im Alltag sollten aber bequeme Schuhe mit flachem oder leichtem Absatz getragen werden.

Freitag, 27.10.2006


Wie wird ein Bandscheibenvorfall behandelt?
Zwischen den Wirbelkörpern liegt die Bandscheibe. Eine Bandscheibe besteht aus einem Faserring und einem Gallertkern. Sie hat eine Stoßdämpferfunktion und ermöglicht eine Bewegung zwischen den Wirbelkörpern.
Kommt es durch Überlastung oder Verschleiß zu einer Schädigung des Faserringes, kann der Gallertkern austreten. Man spricht von einem Bandscheibenvorfall. Nicht jeder Vorfall macht Schmerzen oder muss gar therapiert werden. Die Beschwerdesymptomatik hängt von der Lage des Vorfalles ab.
Drückt der Vorfall auf eine Nervenwurzel, welche typischerweise das Rückenmark zwischen zwei Wirbelkörpern verlässt, kann es zu Schmerzen, Taubheitsgefühl oder einer Lähmung kommen. Im Volksmund nennt man dies, sofern die Lendenwirbelsäule betroffen ist, Ischiasbeschwerden". Viele Bandscheibenvorfälle verursachen keine Beschwerden oder werden bei Untersuchungen zufällig entdeckt. Je nach Ausmaß der Schädigung kann bei Beschwerden konservativ oder operativ therapiert werden.

Mittwoch, 25.10.2006

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Welche Aufgabe hat eigentlich der Meniskus?
Der Oberschenkelknochen besteht knienah aus zwei gekrümmten Anteilen, welche auf dem relativ ebenen Unterschenkelanteil des Kniegelenkes gleiten beziehungsweise rollen. Beide Anteile sind mit Gelenkknorpel überzogen.
Zwischen Ober- und Unterschenkel liegt jeweils innen und außen eine halbmondförmige, im Querschnitt dreieckige Knorpelscheibe - der Meniskus. Der Meniskus hat eine Lastver-teilungsfunktion. Die vom Oberschenkel kommenden Kräfte werden flächenhaft auf den Unterschenkel übertragen. Ohne Meniskus kommt es zu einer punktuellen Lastübertragung, welche den Knorpel auf Dauer überlastet und zu einer vorzeitigen Verschleißerkrankung des Kniegelenkes führt.
Während man früher im Falle einer Schädigung des Meniskus diesen total entfernte, entfernt man heutzutage im Zeitalter der Gelenkspiegelung so wenig Meniskus wie nötig, um dessen Funktion zu erhalten. Mit zunehmendem Alter reißt ein Meniskus auch ohne Unfall, da dieser ab dem 30. Lebensjahr zunehmenden Verschleißveränderungen unterliegt.

Donnerstag, 05.10.2006


Woran kann es liegen, wenn die Achillessehne schmerzt?
Achillessehnenschmerzen werden häufig von Sportlern geklagt, meist von Läufern, Springern und Tennisspielern. Ursache ist eine schmerzhafte Entzündung, oft aufgrund von verschleissbedingten Veränderungen.
Häufig stellen die Patienten eine Verdickung der Achillessehne fest. Teilrisse der Sehne führen zu ähnlichen Beschwerden. Der Schmerz tritt häufig nach starker oder ungewohnter sportlicher Belastung auf. In vielen Fällen lassen die Schmerzen nach dem Aufwärmen nach, um nach der Belastung verstärkt wieder aufzutreten. Oft ist die Sehne geschwollen. Bei ausgeprägten Beschwerden sollte der Sport ausgesetzt werden.
Zur Abklärung ist eine Ultraschallbehandlung sinnvoll. Kühlung, Elektrotherapie und entzündungshemmende Medikamente lindern die Beschwerden. Massagen und aktives Stretching bei meist verkürzter Unterschenkelmuskulatur sind ebenfalls hilfreich. Hören die Schmerzen auf, kann der Sport wieder aufgenommen werden. Ein Muskelaufbautraining ist wichtig. Operative Eingriffe sind nur selten nötig.

Donnerstag, 28.09.2006

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Was versteht man eigentlich unter einem "Maus-Arm"?
Beim täglichen Einsatz einer Computermaus mit typischem Doppelklick treten bei einem nicht unerheblichen Teil der Anwender Schmerzen in der Hand, dem Ellbogen oder gar in der Schulter auf. Ursächlich ist die monotone, gestreckte Haltung des Zeigefingers in Verbindung mit einer angespannten oder unnatürlichen Armhaltung.Unabhängig von der Form der Maus wird die Hand in Relation zum Unterarm nach innen gedreht. Auch Touch-Pad und Track-Ball bewirken diese ungünstige Position der Hand. Dies ist in Verbindung mit Hunderten von Doppelklicks schmerzauslösend. Wird nicht adäquat reagiert oder behandelt, so können chronische Schmerzen in Hand, Ellbogen oder Schulter auftreten. Als akute Therapie haben sich Schonung, Eis, Krankengymnastik, physikalische Therapie und entzündungshemmende Medikamente bewährt.Vorbeugend oder bei beginnenden Beschwerden empfiehlt es sich, die Doppelklick-Geschwindigkeit zurückzusetzen. Bestimmte Mausaktionen können durch die Tastatur ersetzt werden.

Samstag, 19.08.2006


Sport ist erlaubt - trotz Kunstgelenk

Wandern und Schwimmen sind richtige Wahl.
Ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk muss nicht das Ende jeder sportlichen Aktivität bedeuten. Dennoch dürfen Sie sich und Ihren Gelenkersatz nicht überfordern.Patienten mit Verschleißerkrankungen haben nicht nur den Wunsch, die damit verbundenen Schmerzen so gering wie möglich zu halten. Immer häufiger wollen Sie auch ihre sportliche Leistungsfähigkeit wiedererlangen.Sport ist sinnvoll, aber nur in Maßen.
Nach Einbau eines künstlichen Gelenkes weichen das gewünschte Aktivitätsniveau und der medizinisch vertretbare Belastungsgrad aber meist deutlich voneinander ab. In der Literatur wird der übermäßigen sportlichen Aktivität nachgesagt, dass diese zu verfrühten Lockerung des Kunstgelenkes führt.Was ist aber eine übermäßige Aktivität? Sport in Maßen ist sinnvoll, da er nicht nur gesellig-kommunikativ ist, sondern auch Bewegungssicherheit und Bewegungsselbstvertrauen schafft.Sport trainiert die koordinativen Fähigkeiten und stabilisiert über die Kräftigung der Muskulatur die Gelenke. Bewegungseinschränkungen wird vorgebeugt.Patienten mit einem Gelenkersatz müssen also nicht auf jeden Sport verzichten. Der maximale Grad der Betätigung sollte aber durch individuelle kompetente ärztliche Beratung ebenso wie durch die Vernunft des Patienten bestimmt werden.Verboten ist Sport bei vorliegender Infektion, Lockerung oder mangelnder Stabilität des Kunstgelenkes. Bei sehr schwacher Muskulatur oder nicht optimaler Stellung der Prothese sollte Sport vermieden werden.Leistungssport und Wettkampfsport sind nicht ratsam. Sinnvollerweise sollte er Patient mit der Sportart bereits vertraut sein.Patient soll mit der Sportart bereits vertraut sein
Geeignet für Patienten mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken sind Radfahren, Schwimmen, Wandern, Tanzen, Rudern, Gymnastik, Walking, Aqua-Jogging.Bedingt geeignet sind Jogging, Golf, Tennis, Skilaufen, Tischtennis, Kegeln, Bowling und Reiten.Ungeeignete Sportarten sind Kampf- und Ballsportarten, Schnellkraft- und Sprungdisziplinen, Leichtathletik und Geräteturnen. Letztendlich ist beim Hüft- oder Knieprothesenträger eine kontrollierte und individuell dosierte sportliche Aktivität unter Wahrung der Risikofaktoren empfehlenswert.Im Falle eines künstlichen Schultergelenkes gelten die gleichen Ausschlusskriterien. Hier ist jedoch weniger die Belastung als vielmehr das für den jeweiligen Sport notwendige Bewegungsausmaß von Bedeutung. Extreme Bewegungsausschläge wie bei Tennis, Schwimmen oder Golf können je nach Stabilität und Bewegungsausmaß des künstlichen Schultergelenkes schädlich sein.

Mittwoch, 09.08.2006

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Woran kann es liegen, wenn mein Knie plötzlich schmerzt?
Schmerzen im Kniegelenk können unterschiedliche Ursachen haben. In vielen Fällen kann der Schmerz von der Entstehung abgeleitet werden. Patienten mittleren Alters leiden oft unter spontan, ohne Unfall oder Verletzung, aufgetretene Schmerzen. Tritt der Schmerz regelhaft beim Aufstehen oder nach einer bestimmten Gehstrecke auf, so sind Knorpelschäden bis hin zum Verschleiß wahrscheinlich.Tritt ein wechselnder, stechender Schmerz auf, welcher sich mit längeren schmerzfreien Phasen abwechselt, so ist eine Meniskusschädigung wahrscheinlich. Menisken sind halbmondförmige Knorpelscheiben welche der Lastverteilung von Ober- auf Unterschenkel dienen. Diese Menisken unterliegen ab dem 30. Lebensjahr einem Verschleiß und können spontan reißen.So kann es zu den oben beschriebenen Beschwerden kommen. Liegt ein solcher Riss vor, so kann dieser über eine Spiegelung des Kniegelenkes leicht behoben werden. Ohne eine solche Spiegelung werden die Beschwerden bleiben.

Samstag, 22.07.2006


Kann ich einem Muskelkater durch Aufwärmen vorbeugen?
Nach sportlicher Überlastung kommt es zum typischen Muskelschmerz. Dieser kann bis zu einer Woche andauern. Häufig betroffen sind Untrainierte, Wiedereinsteiger oder Sportler, die neue Sportarten aufnehmen. Ursache für den Schmerz sind kleine Muskelrisse, in die Flüssigkeit eindringt.Diese Schwellung und Dehnung des Muskels wird als Schmerz empfunden. Nach Auftreten eines Muskelkaters sollte das Training zum Schutz vor Verletzungen reduziert werden; man sollte jedoch nicht ganz aufhören. Durch leichtes Training und Aufwärmen wird die Durchblutung der Muskulatur verbessert .Ein Saunabesuch oder ein warmes Bad wirken lindernd. Massagen sollten vermieden werden. Außerdem ist auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit, Mineralstoffen und Spurenelementen zu achten.Dehnübungen können einem Muskelkater nicht vorbeugen, zu agressives Dehnen kann sogar Muskelrisse auslösen. Auch Aufwärmen bietet keinen sicheren Schutz.

Samstag, 08.07.2006

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Warum ist Aufwärmen vor dem Sport so wichtig?
Das Betrachten von Weltklassefußballspielen wirkt maximal motivierend auf den eigenen Antrieb, Sport zu treiben. Hier bieten sich insbesondere die Halbzeiten und die Pausen zwischen den Spielen an.Viele fühlen sich jedoch durch das bloße Betrachten des Spiels optimal aufgewärmt. Das ist grundlegend falsch. Insbesondere der ungeübte Hobbysportler sollte sich ausreichend Zeit zum Aufwärmen nehmen. Unter Aufwärmen versteht man die Herstellung einer optimalen körperlichen und geistigen Verfassung vor dem Training. Muskeldurchblutung und Koordination werden gesteigert, die Gelenke optimal geschmiert. Das Verletzungsrisiko sinkt dadurch beträchtlich. Selbst die optimal trainierten Leistungsfußballer wärmen sich vor einem Spiel oder vor der Einwechslung entsprechend auf.Sinnvoll sind leichtes Laufen, Lockerungs- und Dehnungsübungen. Eine optimale Aufwärmzeit ist schwer festzulegen, sie sollte aber mindestens 5 bis 10 Minuten betragen. Mögliche Übungsgeräte sind zum Beispiel das Fahrrad, der Stepper, oder einfach nur Jogging.

Donnerstag, 22.06.2006


Warum schmerzt mein Knie, wenn ich längere Zeit sitze?
Die Kniescheibe liegt in der Strecksehne der vorderen Oberschenkelmuskulatur. Häufig klagen Patienten bei längerem Sitzen oder beim Bergabgehen über Knieschmerzen.Hierfür ist meist eine Veränderung des Knorpels der Kniescheibe verantwortlich. Im Rahmen der Untersuchung findet sich meist eine Verkürzung der vorderen Oberschenkelmuskulatur. Diese Verkürzung kann der Betroffene selbst feststellen. Er sollte in Bauchlage bei gebeugtem Knie mit der Ferse das Gesäß erreichen können, ohne dass sich das Becken anhebt.Gelingt dies nicht, ist die vordere Muskulatur zu kurz und sollte gedehnt werden. Dehnen kann man diese Muskelgruppe, indem man aufrecht stehend die Ferse mit der Hand dem Gesäß nähert. Hierbei treten anfangs durchaus Schmerzen in der vorderen Muskulatur auf. Wichtig ist, dass das Becken nicht nach vorne gekippt wird.Einen sicheren Stand mit Beckenkontrolle erreicht man, wenn man sich mit der gegenseitigen Hand festhält. Eine solche Dehnung sollte regelmäßig erfolgen, insbesondere vor sportlichen Betätigungen.

Mittwoch, 24.05.2006

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Was passiert bei einer Gelenkspiegelung?
Dank der modernen Operationsverfahren gelingt es, zahlreiche große Gelenke mittels minimal invasiver Verfahren, wie der Gelenkspiegelung, von innen zu betrachten und gleichzeitig zu behandeln.Am häufigsten werden auf diese Weise das Kniegelenk, das Schultergelenk, das obere Sprunggelenk und das Ellbogengelenk behandelt. Hierzu bedarf es meist zweier nur wenige Millimeter großer Schnitte. Über diese wird eine Staboptik eingeführt, an der eine Videokamera befestigt ist. Das Gelenk wird kontinuierlich mit Flüssigkeit gespült. Die Operation wird auf dem Monitor betrachtet.Über den zweiten Zugang können Instrumente, wie Fräsen, Stanzen, Bohrer eingeführt werden. Die Übersicht ist oftmals besser als bei offenen Operationen und der Patient hat aufgrund des kleinen Zuganges deutlich geringere Schmerzen. Bewährt hat sich das Verfahren besonders bei Meniskus- und Knorpelschäden, Bandverletzungen und Gelenkschleimhautveränderungen. Je nach Ausmaß der Schädigung und Gesundheitszustand des Patienten können diese Eingriffe ambulant oder stationär durchgeführt werden.

Samstag, 29.04.2006


Wann kann es nötig sein, mein Kreuzband zu ersetzen?
Schwillt das Kniegelenk nach einer Verletzung oder Verdrehung plötzlich an, so handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine Schädigung des vorderen Kreuzbandes.Es muss sich hierbei nicht um eine schwere Verletzung handeln, auch leichte Verdrehungen können bereits eine solche Schädigung bewirken. Das Kreuzband stabilisiert das komplexe Gelenk. Ohne diese Stabilisierung kommt es zur stärkeren Belastung der Menisken und des Gelenkknorpels. Diese Strukturen können dann in Folge Schaden nehmen.Liegt eine Verletzung des Gelenkes vor, sollte der Bluterguss durch Einstich mit einer Hohlnadel entfernt werden. Bei der Untersuchung kann festgestellt werden, ob weitere Schäden vorliegen. Ob das Band ersetzt werden sollte, richtet sich nach den Begleitverletzungen und dem Aktivitätsgrad des Patienten. Ohne Begleitschäden kann der Ersatz des Kreuzbandes auch zeitverzögert durchgeführt werden. Auf jeden Fall sollte das Kreuzband ersetzt werden, wenn der Betroffene unter alltäglicher oder sportlicher Belastung ein Instabilitätsgefühl des Kniegelenkes verspürt.

Freitag, 21.04.2006

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Warum ist schnelles Kühlen bei Prellungen so wichtig?
Egal ob beim Sportunfall oder bei einem Sturz - schnelles Handeln ist gefragt, wenn man sich Prellungen, Stauchungen oder Zerrungen zugezogen hat.Es gilt: Pause, Eis, Kompression und Hochlagerung.Bei diesen Verletzungen löst die im Zusammenhang damit meist auftretende Schwellung Schmerzen aus. Somit gilt es, diese zu verhindern. Eine Pause ist sinnvoll, um das Fortschreiten der Schmerzen und der Schwellung zu verhindern oder zu verlangsamen.Eis und somit Kühlung führt ebenfalls zur Abschwellung und wirkt schmerzlindernd. Eis darf aber nie direkt auf die Haut gelegt werden. Wickeln Sie es in ein Handtuch. Ebenfalls abschwellend wirken ein Kompressionsverband und Hochlagerung.Liegt nur eine Prellung oder Zerrung vor, so bedarf es oft keiner weiteren Therapie. Dennoch sollten Sie nach solchen Unfällen immer sofort den Arzt aufsuchen, um eine genaue Diagnose stellen zu lassen. Im Falle eines Knochenbruchs oder einer Verrenkung muss eventuell zügig operiert werden.

Dienstag, 04.04.2006


Rheuma: Früh mit Therapie beginnen
Durch zeitige Behandlung können Folgeschäden vermieden werden - Frauen häufiger betroffen als Männer.

Morgens schmerzen die Finger- und Handgelenke, sie fühlen sich steif an, werden erst nach und nach wieder etwas beweglicher: Rheuma trifft nicht nur alte Menschen. Die Erkrankung kann bereits - wenn auch seltener - bei Kleinkindern auftreten. Leichte Beschwerden in den Gelenken und Muskeln kennt jeder. Meist kann man sie durch Schonung und Wärme, bei Entzündungen durch Kälte, lindern. Rheuma aber ist etwas anderes. Es ist chronisch und begleitet die Patienten meist ein Leben lang. Die Patienten fühlen sich allgemein krank und leistungseingeschränkt. Ursachen sind nicht vollständig geklärt.

Unter dem Begriff Rheuma wird eine Vielzahl entzündlicher Erkrankungen zusammengefasst. Die häufigste unter ihnen ist die rheumatoide Arthritis (RA). Die Entzündungen betreffen überwiegend die Gelenke, können aber auch innere Organe, die Augen und die Haut in Mitleidenschaft ziehen. Diese Form von Rheuma kann in jedem Lebensalter, ja sogar bereits im Kleinkindalter auftreten. Am häufigsten beginnt die Erkrankung jedoch zwischen dem 35. und dem 45. Lebensjahr oder aber noch später ab dem 60. Lebensjahr. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Ursachen von Rheuma sind noch nicht vollständig geklärt. Es liegen aber Hinweise dafür vor, dass diese Erkrankung vererbt wird. Ursächlich ist, dass der Körper Antikörper gegen eigene, gesunde Zellen bildet. Hierdurch entstehen insbesondere in den Gelenken Entzündungen der Gelenkschleimhaut. Die Gelenke schwellen an. Bei länger bestehender Entzündung wird der Gelenkknorpel beschädigt. In Folge kommt es zum Gelenkverschleiß und zur Gelenkverformung.

Typisch für Rheuma sind zu Beginn der Erkrankung nächtliche und morgendliche Schmerzen in den Finger- und Handgelenken, meist auf beiden Seiten. Zudem fühlen sich die Gelenke am Morgen steif an. Das kann über 15 Minuten dauern. Im Zuge der Krankheit werden immer mehr Gelenke geschädigt, sie schwellen an und verformen sich.
In seltenen Fällen können auch Organe durch das Rheuma beeinträchtigt werden, wie zum Beispiel Augen, Speichel- und Tränendrüsen, Haut, Herz, Lunge. In die Diagnose wird die gesamte, häufig sehr individuelle Krankengeschichte einbezogen, Röntgenaufnahmen von Händen und Füßen und Laborwerte können Aufschluss über Art und Stadium der rheumatischen Erkrankung geben.

Medikamente können die Entzündungen hemmen. Um Folgeschäden zu verhindern beziehungsweise hinauszuzögern, ist der frühzeitige Beginn einer angemessenen Therapie entscheidend. Daher sollten Sie bei typischen Symptomen einen Arzt aufsuchen. Fachärzte für innere Medizin oder Fachärzte für Orthopädie mit der Zusatzbezeichnung Rheumatologie sind auf die Erkrankungen spezialisiert.

Die meisten Rheuma-Erkrankungen sind noch nicht heilbar, die Symptome lassen sich aber behandeln, der Verlauf der Krankheit kann gebremst werden. Die Patienten bekommen in der Regel entzündungshemmende Medikamente. Ergänzend helfen eine physikalische Therapie zur Schmerzlinderung und Krankengymnastik zum Erhalt der Gelenkfunktion, Muskelkraft und Beweglichkeit. In der Ergotherapie lernen die Patienten, wie sie ihre Gelenke belasten dürfen, wie sie sie auch entlasten können.

In Frühstadien können Operationen, meist in Form der Gelenkspiegelung, oder das Einspritzen von Medikamenten sinnvoll sein. In fortgeschrittenen Stadien sind oft größere Operationen bis hin zum Einsatz künstlicher Gelenke sinnvoll.

Mittwoch, 22.03.2006

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Wann braucht man ein künstliches Hüftgelenk?
Verschleiß des Hüftgelenkes macht sich meist durch einen deutlichen Schmerz in Leiste und Bein bemerkbar. Dem Patienten fällt es zunehmend schwer, sich zu bewegen, er kann weniger weit gehen und es treten Ruheschmerzen auf. In diesem Fall kann ein künstliches Hüftgelenk nötig werden.In Abhängigkeit vom Alter des Patienten und dessen Knochenbeschaffenheit können verschiedene Prothesentypen eingebaut werden. Bei jüngeren Patienten mit guter Knochensubstanz empfiehlt sich eine Kappen- oder eine Kurzschaftprothese. Diese Implantate werden überwiegend zementfrei eingebracht, und es muss nur wenig Knochen entfernt werden. In mittlerem Alter wählt man eine zementfreie Geradschaftprothese aus Titan und bei älteren Patienten oder bei schlechter Knochensubstanz eine zementierte Prothese.Die Haltbarkeit wird auch durch die Materialien, aus denen Kugel und Pfanne der Prothese bestehen, bestimmt. Die meisten der Prothesenmodelle können ohne Muskelablösung über kleine Zugänge eingebaut werden.

Donnerstag, 02.03.2006


Richtiges Bewegen schützt Ihre Gelenke
Mit zunehmendem Alter verschleißen unsere Gelenkknorpel - Mit schonendem Sport können wir vorbeugen.

Wirbelsäule, Knie-, Schulter- und Hüftgelenk: Das sind die Schwachpunkte unseres Skeletts, die wir mit zunehmenden Alter zu spüren bekommen. Fakt ist: Früher oder später leidet jeder unter Verschleißerscheinungen.
Ab dem 40. Lebensjahr lässt sich bei der Hälfte der Bevölkerung auf Röntgenbildern eine Veränderung der Gelenke feststellen. Im Frühstadium macht sich der Gelenkverschleiß, Arthrose genannt, durch Verdichtungen des Knochens bemerkbar. Ab dem 65. Lebensjahr hat jeder Mensch Arthrosen.
Wie aber kommt es dazu? Unsere Gelenke sind ständig in Bewegung. Um harte Bewegungen abzufangen und zum reibungsarmen Gleiten, haben sie so etwas wie Stoßdämpfer: den Gelenkknorpel. Das Knorpelgewebe nutzt sich aber mit der Zeit ab, dann zerstören weitere Bewegungen langsam die Knochen, die nun aneinanderreiben.
Diese Knorpelschäden zusammen mit den Knochenveränderungen kennzeichnen die Arthrose. Die aneinander reibenden Knochen verursachen Schmerzen. Es kann zu Entzündungen und Versteifungen kommen, weil die abgenutzten Gelenke den Bewegungen nicht mehr ausreichend Halt und Führung geben.
Betroffen von diesen Verschleißerscheinungen sind mit absteigender Häufigkeit die Wirbelsäule, das Kniegelenk, das Schultergelenk und das Hüftgelenk. Durch die Abnutzung kommt es zu einem Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit des Gelenkes. Die Ursachen sind vielfältig. Einerseits kann eine schlechte Knorpelqualität vererbt sein. Andererseits können aber auch Überlastungen, Verletzungen, Entzündungen, Stoffwechselstörungen wie Gicht oder Rheuma zugrunde liegen. Zu bedenken ist: Übergewicht verdoppelt das Risiko des Verschleißes; exzessive sportliche Aktivitäten erhöhen es sogar um den Faktor 8,5.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Arthrose zu behandeln, wobei die nicht-operative Therapie im Vordergrund steht. Erstrangig ist, die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit und Belastbarkeit zu erhöhen und den Verschleiß in seinem Fortgang zu stoppen. Schmerzlose, aktive Bewegung ohne Belastung ist die beste Vorbeugung.
Des Weiteren sind medikamentöse Therapien in Form von Tabletten und Spritzen, Krankengymnastik und die Anpassung des eigenen Verhaltens von wesentlicher Bedeutung. Trotz der rapide zunehmenden Zahl von künstlichen Gelenken sind Implantate immer der letzte therapeutische Ausweg.
Diese kommen bei deutlicher Einschränkung der Gelenkbelastbarkeit und bei Ruheschmerzen im betroffenen Gelenk zur Anwendung und sollten in einer spezialisierten Fachklinik eingebaut werden. Gelenkspiegelungen können im Frühstadium helfen. Bevor Implantate eingesetzt werden, sollten alle konservativen Mittel ausgeschöpft sein.Folgende Regeln sollten Sie zur Vorbeugung beachten:
Bewegen Sie sich reichlich, aber treiben Sie gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Walken.
Zudem ist eine Kräftigung der Muskeln vorteilhaft. Leiden Sie unter Übergewicht, versuchen Sie dieses zu reduzieren, um die Gelenke nicht unnötig zu belasten.
Tragen Sie nicht übermäßig schwere Lasten, und achten Sie auf flache Schuhe mit weichen Sohlen. Damit federn Sie harte Bewegungen gelenkschonender ab.

Dienstag, 14.02.2006

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Was kann ich tun, wenn meine Schulter schmerzt?
Das Schultergelenk ist ein sehr komplexes Gelenk. Aufgrund der kleinen Pfanne und des großen Oberarmkopfes wird es nahezu ausschließlich über Muskeln, Sehnen und Bänder stabilisiert.Verschleißen die Sehnen - was im Alter ganz natürlich ist - oder sind die Muskeln nicht ausreichend gekräftigt, können wiederholt Schulterschmerzen auftreten. Bei beginnenden Schmerzen oder bei Schmerzen, die nach Belastung auftreten, sollten Sie in den Anfangsstadien das Gelenke trainieren.Mit einem speziellen Gummiband können die drei wichtigen Muskelgruppen - Innendreher, Außendreher und Abspreizer - so gekräftigt werden, dass der Oberarm wieder gut durch die Muskeln geführt wird. So können in vielen Fällen die Beschwerden behoben werden.Nehmen die Schmerzen jedoch zu oder bleiben sie trotz der Übungen, sollten Sie sich einen Termin bei einem Orthopäden geben lassen. Er kann klären, woher die Beschwerden kommen und Ihnen gegebenenfalls durch gezielte Krankengymnastik, Spritzen oder andere Behandlungen helfen.

Donnerstag, 26.01.2006


Wie finde ich einen guten Laufschuh?
Ob Walking, Jogging oder Marathon - Laufen gewinnt an Bedeutung. Falsches Schuhwerk belastet die Gelenke und kann zu gravierenden Problemen führen. Die richtige Auswahl des Schuhwerkes ist deshalb sehr wichtig.Laufschuhe sollten nachmittags, aber vor dem Laufen anprobiert werden. Über Tag schwellen die Füsse typischerweise leicht an, nach dem Laufen ist die Schwellung besonders ausgeprägt. In dieser Phase würde der zu kaufende Schuh zu groß ausfallen.Tragen Sie beim Anprobieren Ihre Laufstrümpfe. Ein zu breiter Schuh führt ebenso wie ein zu schmaler Schuh zur Blasenbildung.Zwischen Spitze der Großzehe und der Schuhspitze sollte eine Daumenbreite Platz sein. Es empfiehlt sich, die alten Schuhe zum Kauf mitzunehmen.Der Verkäufer sollte sich Zeit für den Kunden nehmen. Ein Probelauf auf dem Laufband oder eine Videoanalyse kann sinnvoll sein.Bei ausgeprägten Fußfehlformen sollten Schuhe gekauft werden, welche eine Einlagenversorgung durch den Orthopädie-Schuhmacher zulassen.Sparen Sie nicht am falschen Ende. Preiswertere Vorjahresmodelle sind oft erschwinglicher.

Freitag, 13.01.2006


Nachzulesen auch unter: www.newsklick.de

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Aktualisiert: 21.05.2013