Essen und Trinken nach der Operation
Der Chirurg und/oder Diätetiker werden Ihnen sicherlich das neue Essverhalten, das Sie sich angewöhnen sollen, eingehend erklären. Beim Gespräch mit diesen Experten erhalten Sie genaue Anweisungen, und sie werden Ihnen helfen, sich allmählich mit dem veränderten Lebensstil und den neuen Essgewohnheiten vertraut zu machen.Es ist außerordentlich wichtig, dass Sie sich in der Zeit nach der Operation genau an die Anweisungen für das Essen und Trinken halten. Besonders in den ersten Wochen nach der Operation ist es wichtig, den "kleinen" Magen über dem Band nicht unnötig zu dehnen, denn die neue Magenstruktur muss sich erst an die veränderte Situation anpassen. Der Anpassungsprozeß kann einen Monat oder länger dauern.
Allgemeines
Flüssigkeit passiert den reduzierten Magen rasch, so dass sich das Sättigungsgefühl nicht so schnell einstellt, Beim Essen muss man sehr vorsichtig sein, weil zu große Nahrungsmengen oder zu große Nahrungsbrocken die verengte Öffnung verstopfen können. Diese Komplikation lässt sich jedoch leicht verhindern, wenn man die Nahrung gut kaut und immer nur kleine Mengen verzehrt. Man sollte versuchen, drei kleine Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen und darauf achten, dass diese Mahlzeiten genügend Nährstoffe enthalten. Eine gesunde Mahlzeit besteht aus Gemüse, Fleisch, Brot und/oder Milchprodukten. Der Chirurg und/oder Diätetiker können Sie bei der Ernährungsumstellung unterstützen.
Erfolge
Neue Studien: Auch zwei neue Studien (1,2) aus Europa kommen zu dem Ergebnis, dass die laparoskopische Magenband-Operation mit einer niedrigen Morbidität und Mortalität (Sterblichkeit) verbunden ist. Die Patienten haben in beiden Studien ca. die Hälfte ihres Ausgangsgewichtes nach der Operation innerhalb von 2 Jahren verloren. Die Langzeit-Komplikationen waren jedoch nicht gering, sodass das Verfahren der laparoskopischen Magenband-Operation zunächst in erfahrenen Zentren bei entsprechender Indikation durchgeführt werden sollte.
Risiken und Komplikationen
Komplikationen können sich während und kurz nach jeder Operation einstellen, so auch bei dem Eingriff, der zum Einsetzen des verstellbaren Magenbandes notwendig ist. Komplikationen allgemeiner Art sind Lungeninfektionen, Milz- oder Leberschäden, Lungenprobleme, Thrombose und Wundheilungsstörungen. Zu den speziellen Komplikationen, die beim verstellbaren Magenband auftreten können, gehören Durchrutschen des Magens durch das Band und Magenüberdehnung (wobei der Magen durch übermäßige Nahrungsaufnahme ausgedehnt wird; er kann dadurch kippen und die Öffnung blockieren). Auch ein erosives Einwandern des Bandes in den Magen ist möglich. Schließlich besteht auch die Gefahr einer Magenperforation während der Operation. Bei Auftreten einer dieser Komplikationen müssen Sie unter Umständen länger im Krankenhaus bleiben oder müssen zu einem späteren Zeitpunkt nochmals ins Krankenhaus eingewiesen werden. Es kann außerdem zu kleineren Komplikationen kommen, die allerdings kaum einen Einfluss auf den Genesungsprozess haben. Besondere Vorsichtsmaßnahmen und besondere Sorgfalt sind bei Patienten mit bestehenden Erkrankungen, wie z.B. Diabetes oder chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung, angezeigt.
Entfernung des Bandes
In manchen Fällen kann es notwendig sein, das Band wieder zu entfernen. Wurde das verstellbare Magenband laparoskopisch eingesetzt, kann es in der Regel auf die gleiche Weise wieder entfernt werden. Da das Band aus einem Spezialmaterial hergestellt ist, besteht nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass das Band in den Magen und das umliegende Gewebe einwächst. Zur Zeit sind keine Gründe bekannt, aus denen das Band zu einem bestimmten Zeitpunkt ersetzt oder entfernt werden muss, es sei denn, es treten Komplikationen auf, oder der Gewichtsverlust bleibt aus. Trotzdem lässt sich nur schwer sagen, ob der Patient das Band sein Leben lang tragen kann.